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Blues Lick

 

 

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Donau Kurier

September 2012

 

Geisenfelder Bluesfest - Unterpindhart (GZ)

Eine bayerisch-kernige Prise Humor fügte Blues Lick (Helmut Licklederer und Matthias Inderst) bei - sowohl in den Songs als auch in den Moderationen. Eigentlich genügen dem Duo zwei Gitarren und ein Bottleneck, um zu begeistern - aber an diesem Abend ließen sie es auch mit den beiden Gunmen Gerhard Spreng (Schlagzeug) und Erwin Schmidl (E-Bass) krachen.

 

 

CD-Review - Donau Kurier

 

Oktober 2011

Verteufelt gutes Bluesalbum

Bereits mit dem Vorgänger „Frankenstein“ konnten der Ingolstädter Bluesman Helmut „Lick“ Licklederer und seine Band „Blues Lick“ überragional punkten. Mit der CD „Da Deifesweg“ (BSC), die ebenfalls wieder von Rough Trade europaweit vertrieben wird, dürfte ihm das wiederum gelingen

Der Roots Blues der Band wurde noch einmal verfeinert, Ferdl Eichners Bluesharp bringt neue Töne ins Spiel und die Texte des Bandchefs sind wieder einmal gelungene freche, herrlich komische und bisweilen gar satirische Verse.

Dabei erweitert der „Lick“ seine bekannten Grundthemen um neue Figuren und Sichtweisen. Erstens geht es ihm um den Blues an sich. Der soll im „Intergalaktischen Blues“ sogar Außerirdischen nähergebracht werden, was aber erwartungsgemäß grandios misslingt. Der Crossroads-Mythos mit der viel besungenen Begegnung des Bluesmannes mit dem Leibhaftigen an der mitternächtlichen Weggabelung bei Dauerregen endet nicht mit spiritueller Erleuchtung, sondern mit einer veritablen Erkältung.

Die Phalanx seiner Nervensägen ergänzt der „Lick“ um Charly Zocker, dessen Name schon alles sagt, und in „Paula“ um deren lange verschollenen Gefährten. Und weil der „Lick“ auch immer einen Song im Programm hat, der seiner Heimatstadt gewidmet ist, gibt’s diesmal den „Schutterblues“. Musikalisch kann sich die Band längst mit den großen Blues-Acts der Republik messen. Das beweisen deren Konzerte und das beweist auch diese CD. Einzigartig freilich wird die Formation durch ihr Konzept. Blues mit hohem Komikfaktor, Blues mit satirischem Hintergrund, der sich selbst zwar zweifelsohne ernst nimmt, aber eben ohne jede Verbissenheit und mit Augenzwinkern daherkommt – diese Variante gab und gibt es hierzulande sonst eigentlich nirgends. „Da Deifesweg“ ist ein verteufelt gutes Album geworden.

Von Karl Leitner

 

 

CD-Empfehlung - Liederbestenliste

 

Oktober 2011

 

Tief aus dem Süden Deutschlands, nämlich aus Ingolstadt/Bayern, kommt der Singer/Songwriter, Liedermacher und Bluesmann Helmut Licklederer, in der Szene besser bekannt als Blues Lick. Mit Sicherheit gehört er zu der stetig anwachsenden Riege derjenigen Musiker, die durch ihre Kunst all jene Lügen strafen, die den einzig amtlich zulässigen Blues ausschließlich von schwarzen Musikern aus den USA repräsentiert sehen wollen. Im Grunde handelt es sich um eine längst überflüssige Debatte, doch die Fähigkeit und Bereitschaft, über Genre- und andere Grenzen hinauszublicken, ist noch längst nicht überall etabliert.

 

 

Blues Lick fühlt sich dem Roots-Blues verpflichtet, und das ist in nahezu jedem Takt seiner neuen CD Da Deifesweg nachzuempfinden. Erdige, staubtrockene, traditionelle Bluesklänge treffen auf skurrile, abenteuerliche und durchaus komische Geschichten über ziemlich schräge Sonderlinge, Nervensägen, Spinner und Chaoten – und alles gepaart mit echter Spielfreude und entspanntem musikalischem Können.

 

Neben den elektrischen Gitarren, gespielt von Matthias Inderst und Blues Lick (Slidegitarre), Bernhard Schönke am Bass und Raimund Liebhaber (Schlagzeug), ist besonders Ferdl Eichner mit seiner Bluesharp hervorzuheben. Die gleichermaßen permanente wie brillante Präsenz dieses Musikers verleiht dem neuen Album eine ganz besondere, spezielle Note. Akustischer Blues vom Feinsten. Blues-Groove aus den bayerischen Swamps halt.

 

Das Titelstück „Da Deifesweg“ thematisiert natürlich die alte Legende von der geheimnisvollen Weggabelung, an der der Teufel ab und an aufkreuzt, um ehrgeizigen Musikern für den Preis ihrer Seele den ultimativen Blues zu verkaufen. Robert Johnson hat diese Geschichte erstmals in seinem Song „Cross Road Blues“ erzählt. Auch Blues Lick begab sich auf die Suche nach dieser Kreuzung, hat sie aber wohl in den bayerischen Swamps nicht entdeckt. Jedenfalls traf er den Teufel nicht. Aber der Blues hat ihn getroffen, nämlich aus Enttäuschung darüber, mit dem alten Herrn der Finsternis nicht ins Geschäft gekommen zu sein. Und nun kann der Blues Lick sich darüber freuen, seine Seele nicht verscherbelt zu haben.

 

Apropos über den Genrerand blicken: Die beiden letzten Songs des Albums – „Katzengoid“ und „Paula“ – verdeutlichen schließlich, dass Blues Lick nicht nur ein intensiver, spielfreudiger Bluesmann ist, sondern ebenso ein ganz normaler Singer/Songwriter voller Gefühl und Wehmut. Als wenn Gefühl und Wehmut nicht gleichermaßen Charakteristika des Blues wären. Weg mit diesem ewigen Schubladendenken!

 

Empfehlung von Kai Engelke

Liederbestenliste

 

 

Neue Presse - Coburg (Lichtenfels)

 

2011

Typen, Thesen, Temperamente

"Lick"-Band bluest im Stadtschloss und begeistert rund 70 Zuhörer.

Von Stephan Stöckel

Dass bairischer Slang und bluesige Töne zueinander passen, die "Blues Lick Band" aus Ingolstadt, die am Samstag im Lichtenfelser Stadtschloss begeisterte, war der beredete Beweis dafür. Typen, Thesen, Temperamente - so könnte man das Konzert am Samstagabend im Lichtenfelser Stadtschloss mit der "Blues Lick Band" überschreiben. Denn Frontmann Helmut Licklederer, kurz und bündig Lick genannt, hat von alledem ein bisschen. Seine Lieder sind eine Hommage an die Sonderlinge dieser Welt, greifen die Legenden des Blues mit einem Augenzwinkern auf und kommen mit unterschiedlicher Dynamik daher.

Spätestens seit dem legendären Isar-Indianer Willy Michel wissen wir, dass bluesiger Ton und bairische Sprach wunderbar zusammen passen: "Ois is Blues." Und auch für den Ingolstadter Bluesrocker Lick gilt auf gut bairisch: "Wenn der Blues net war." Ja, wenn er nicht gewesen wäre, der Zwölftakter, dann wären die 70 Besucher im Lichtenfelser Stadtschloss jetzt um einen unterhaltsamen Konzertabend ärmer.

Lick erfindet keine Geschichten, da bekanntlich das Leben die schönsten Geschichten schreibt oder wie er es formuliert: "Weil es ehrlicher ist." Seine Lieder tragen allesamt autobiographische Zügen. Denn sie stammen aus seinem Leben. Menschen mit unterschiedlichsten Charakterzügen werden vor dem inneren Auge lebendig.

Herrlich, wie er den Gerichtsvollzieher, der seiner ersten Gitarre den Kuckuck verpasst hat, herrisch granteln lässt ("I pfänd gnadenlos"), während seine Mitmusikanten, Sologitarrist Mathias Inderst, Bassist Klaus Jirges und Schlagzeuger Heinz Eichiner im harten Blues-Rock-Ton granteln. Lick spitzt zu, übertreibt, lässt seinen Pfänder einen Wunsch äußern ("I wär so gerne Scharfrichter"), bei dem alle, die des bairischen Dialekts mächtig sind, wissen, dass es nicht so ganz ernst gemeint ist.

Lick zeichnet liebenswürdige Porträts von originellen Zeitgenossen, wie dem Lousiana-Schorsch, dem Zocker-Charlie oder der nervigen Henriette, die sich wie ein roter Faden durch seine Lieder zieht. Die alten Klischees, Bluesbrüder seien Knastbrüder oder dem Spiel verfallen, der Sänger lässt sie mit einem Augenzwinkern wieder aufleben.

Zur Freude der Fans liebt es das Quartett, das seine Wurzeln unüberhörbar im Blues hat, musikalisch vielseitig: Da wird beim guten alten Rock'n'Roll ("Jedn Dog in die Arbat") ebenso angeklopft wie beim fröhlich-fidelen Countrysong "Route 66", mit dem sich die Musiker von ihrem Publikum verabschieden.

Beim Schlusssong träumt Lick einen ganz besonderen Traum, steht er mit Jimi Hendrix und Eric Clapton auf einer Bühne. Lautstarkes Klatschen lässt seinen Traum zerplatzen. Traurig ist der Musiker keineswegs, war es für ihn doch "a Mords-Gaudi" im altehrwürdigen Stadtschloss spielen zu dürfen.

 

 

 

Donau Kurier

 

2011

 

Immer nur Ärger mit Henriette

Ingolstadt (DK) Es gibt in Ingolstadt nicht viele einheimische Bands, die beim renommierten Bluesfest auftreten und mit den internationalen Acts mithalten können. Blues-Lick sind eine solche.

Wenn die Formation um Helmut "Lick" Licklederer dann auch noch ankündigt, eine neue CD und somit neue Songs vorstellen zu wollen, dann ist die Neue Welt natürlich ausverkauft. "Da Deifesweg" heißt das neue Album, das in den nächsten Tagen offiziell erscheinen soll und woraus sich also der Großteil des Repertoires für diesen Abend rekrutiert. Um es gleich zu sagen, Songs wie "Paula" und "Lasst’s mi in Rua!" können gut mithalten mit Blues-Lick-Klassikern wie den Kompositionen um die stets auf Ärger geeichte Henriette, die natürlich beim Konzert auch nicht fehlen dürfen, und das emotionale "Katzengold" oder "Wenn da Blues net war" belegen einmal mehr eindrücklich, dass der "Lick" einen ganz eigenen musikalischen Weg gefunden hat. Skurrile, abenteuerliche, komische Geschichten werden wirklich bis zum Happy oder wahlweise Bad End fertigerzählt, was durchaus zu zeitlich ausgeweiteten Formaten führen kann, die Storys werden unterlegt mit staubigem, erdverbundenem Roots-Blues und vorgetragen von Licks rauer Stimme, die sicherlich zu den besten ihrer Art weit und breit zählt.

Neben der lokalen Komponente, die sich in Stücken wie "Frankenstein", "Dr. Faust" oder auch dem "Schutterblues" von der Neuen CD äußert, bedient der Lick aber auch mit dem neuen Programm die Sparte des satirisch angehauchten Humors. Neuerdings wird immer mehr deutlich, wie er mit den Klischees des Blues regelrecht spielt. Typische im Blues immer wieder auftauchende Themen wie die ewig aktuelle Geschichte vom Verlassenwerden, die Glücksspielerthematik, der Mythos vom Scheideweg zwischen Gut und Böse, dem Bluessänger im Knast – all das kommt auch beim "Lick" vor, nur sind seine Protagonisten froh, wenn die Ex endlich aus dem Haus ist, holt sich der Musiker an den "Crossroads" bei Dauerregen statt satanischer Unterstützung lediglich eine veritable Grippe, ist der Knacki nicht wie von der Legende vorgesehen unschuldiges Opfer sondern völlig zurecht wegen Dummheit eingesperrt.

Der "Lick" hat viel zu tun an diesem Abend. Singen, Gitarre spielen, moderieren – das ist sein Job, richtig, aber auch Gastmusiker Ferdl Eichner – der übrigens an der Harmonika einen ganz ausgezeichneten Eindruck hinterlässt und Gitarrist Matthias Inderst solistisch unterstützt – muss ins Bandgefüge integriert werden, und schließlich muss er sich auch noch um die diesmal nicht so inspiriert wie sonst wirkende Backline kümmern. Was er aber locker hinkriegt, denn wie immer merkt man auch an diesem Abend das Herzblut, das hinter seiner Tätigkeit steckt. Der Lick und seine ganz spezielle Art von Blues gehören ganz einfach untrennbar zusammen.

Von Karl Leitner

 

 

 

Nordbayern.de - Hilfpoltsteiner Volkszeitung

 

2011

Knackiger Blues mit Grusel

„Blues Lick“ spielt im Posthorn „Frankensteins Jünger“ - 08.04.11

ECKERSMÜHLEN  - Sanft gruseln, leise kichern und manchmal auch laut lachen: Die Gruppe „Blues Lick“ machte mit dem Programm „Frankensteins Jünger“ das Eckersmühlener „Posthorn“ unsicher und füllte das Humorkonto der Bluestage.

Helmut Licklederer von „Blues Lick“ macht Punkte auf dem Humorkonto der Bluestage.

Der Ingolstädter Sänger und Songschreiber Helmut Licklederer ist ein Geistesbruder von Wolfgang Ambros und von Kurt Ostbahn. „Frankensteins Jünger“ verbinden schräge Texte, in denen es (zum Glück) nicht nur um zum Leben erweckte Leichen geht, mit knackigen Blues-Arrangements aus der traditionellen Akustik-Abteilung.

Würde nicht bayerisch, sondern englisch gesungen, dann könnte man „Lick“ und seine Combo — Matthias Inderst an der zweiten Gitarre, Klaus Jirges am Bass und Raimund Liebhaber an der „Schießbude“ – musikalisch durchaus im Süden der USA verorten.

Dort haben öko-bewegte Frauen allerdings ein anderes Format als jene nervige Henriette, die bei Helmut Licklederer zu den „Running Gags“ gehört: Eine anstrengende Freundin, die er irgendwann an einen Musikerkollegen loswird. Der fragt ihn Jahre später, wie das eigentlich mit so einer Scheidung geht... Im Titelsong der neuen CD werden übrigens keine literarischen Monster besungen. „Lick“ und Co. warnen eher vor Forscherwahn, vor blinder Fortschrittsgläubigkeit und vor allzu großem Vertrauen in die von Menschen geschaffene Hochtechnologie.

Themen, die angesichts der Katastrophe in Japan schon erschreckende Aktualität haben. Das Gruseln steigert sich ins Unermessliche.

 

 

 

 

Hilpoltstein - Donau Kurier

 

2011

Gruselatmospähre

Eckersmühlen (tis) Nur spärlich beleuchtet ist das Posthorn beim Bluestagekonzert von "Blues Lick" alias Helmut Licklederer gewesen. Die Gruselatmosphäre passte perfekt, präsentierte der Ingolstädter doch seine neue CD mit dem vielsagenden Titel "Frankensteins Jünger", deutschsprachiger Bluesrock, bei dem vor allem die heutige Technologiegläubigkeit der Menschheit thematisiert wird – Fukushima lässt grüßen.

Für deutschen Bluesrock steht Helmut Licklederer.

Neben sozialkritischen Inhalten drehte es sich jedoch auch um die "klassischen" Themen, natürlich im breitesten Bayerisch. Seine Ex-Freundin Henriette zum Beispiel, bei der er froh war, als sie ihm endlich von einem Musikerkollegen "abgenommen" wurde. Musikalisch bewegte sich das ganze auf solider Blues-Roots-Ebene im Zwölftakt-Rhythmus. Während Licklederer sich als kompetenter Gitarrist sowohl in den Disziplinen Folkpicking, Slide- und Sologitarre erwies, sorgten Matthias Inderst an der Leadgitarre, Klaus Jirges am Bass und Raimund Liebhaber am Schlagzeug für den soliden Unterbau für diesen bodenständigen Gruselblues-Abend in der Eckersmühlener Rockkneipe.

 Von Tobias Tschapka

 

 

Donau Kurier

 

2010

Ein Leben für den Blues

Ingolstadt (DK) Viele kennen den "Blues Paule", den "Drei-Promille Karl" und die fürchterliche "Henriette" bereits. Und es werden immer mehr, denn Helmut Licklederer, den alle Welt nur "Lick" nennt, besingt sie schließlich fast jedes Mal, wenn er mit seiner Band Blues-Lick irgendwo auf einer Bühne steht. Und das tut er oft.

Seit seine CDs – mittlerweile gibt es deren zwei – über die große Firma "Rough Trade" weltweit vertrieben werden, seit der Lick als Folge davon in allen wichtigen Musikpublikationen im deutschsprachigen Raum rezensiert wird, seit die Band sich bei großen Festivals wie Tollwood oder dem Nürnberger Bardentreffen nicht mehr unauffällig ins Publikum mischt sondern selber dort schon mal vor 20 000 Leuten auftritt, seit das Quartett bundesweit gebucht wird, seitdem sind der Ingolstädter "Lick" und mit ihm die Henriette, der Louisiana-Schorsch und all seine anderen Figuren im wahrsten Sinne angesagt.

Derzeit feiert die Band ihr 15-jähriges Jubiläum, arbeitet zwischen Auftritten im Münchener "Schlachthof" oder bei einem der großen deutschen Bluesfestivals an einer neuen CD, die in der ersten Hälfte des Jahres 2011 erscheinen soll, wartet auf die Veröffentlichung eines von Branchenführer "Blues News" für den Dezember angekündigten Samplers, auf dem die Band mit einer Nummer vertreten ist, kreiert der Lick im stillen Kämmerlein neue schräge Figuren und schreibt an neuen Stücken.

Protagonisten wie der "Drei-Promille-Karl" oder der "Kamikaze" sind dem Leben abgeschaut. "Diese Typen gibt es wirklich", sagt der Lick, "wenn auch unter anderem Namen. Ich bin mir sicher, dass jeder solche Nervensägen, Chaoten und Widerlinge kennt." Nur, er besingt sie eben, strickt Geschichten um sie herum, weil sie ihn ganz einfach faszinieren. Er tut das auf Bayerisch "weil ich mich in meinem Dialekt am besten ausdrücken kann". Und außerdem haben Mundart-Künstler längst keinen Exotenstatus mehr. Sogar im Norden der Republik wollen Veranstalter und Fans den Lick mit seinen komischen, kritischen, nicht selten satirischen Geschichten und den trockenen Roots-Rock-Sound seiner Band immer wieder hören. "Wenn du in Hessen oder NRW sagst, du singst in Dialekt, gehen die automatisch davon aus, dass das Bayerisch ist", erzählt der Lick. Das ist zwar grundsätzlich falsch, aber für ihn nicht von Nachteil.

Den Lick als Musiker gibt es eigentlich schon länger als 15 Jahre. Ganz früher, in den 1970ern und 1980ern, habe er – übrigens zusammen mit dem jüngst leider viel zu früh verstorbenen Wolfgang Socher – in der Frank-Fieber-Blues-Band gespielt, wegen der Texte gerne Willy Michl gehört, dann sei er jahrelang als Solist in der Kategorie "Liedermacher" aufgetreten, bis er letztendlich zusammen mit dem Gitarristen Matthias Inderst "Blues-Lick" ins Leben gerufen habe. "Der Matthias hat mich zurückgebracht zum Blues und hat so lange keine Ruhe gegeben, bis ich endlich eine Band gegründet habe", sagt er, "und jetzt lässt mich der Blues seither nicht mehr los." Den Liedermacher "Lick" gibt’s nicht mehr, dafür das Bandquartett mit Klaus Jirges am Bass und Heinz Eichiner am Schlagzeug, und für kleinere Veranstaltungen durchaus auch mal den Lick und Inderst als Duo. Denn Blues ist praktisch, der funktioniert auch in kleiner Besetzung.

Und was macht einer, der sich den ganzen Tag mit Blues beschäftigt, ja, seit 15 Jahren quasi mit ihm lebt, wenn er sich mal ablenken möchte? – Wieder Musik. Immerhin kann man bei ihm auch Instrumentalunterricht nehmen. Gitarre und Klavier hat er im Angebot. Ebenso wie seine beiden CDs "Sekt und wuide Weiber" und "Frankensteins Jünger". Die sind erhältlich in jedem gut sortierten Laden oder direkt beim Erzeuger unter www.blues-lick.de.

Karl Leitner

 

 

Münchner Merkur

 

CD-Rezension 2009

Monstermäßige Zeitkritik und Selbstironie

CD-Präsentation und Konzert mit „Blues Lick“ und „Schorsch und de Bagasch“ im Hinterhalt

 

Er gilt als einer der besten Songschreiber in der bayerischen Musikszene:Am Freitag, 24. April, spielt Helmut Licklederer, kurz Lick genannt, mit seiner Band „Blues Lick“ im Geltinger Hinterhalt. Dabei wird die neue CD „Frankensteins Jünger“ vorgestellt.

Gelting- Schon bei den ersten Takten geht es gleich mit einem jähen Gitarrenaufschrei direkt hinein in Frankensteins-Monsterwerkstatt von heute. Wieder sind Anhänger der Kunst des Menschenschaffens am Werk. Dass dies keine triviale und weit her geholte Gruselgeschichte ist, macht der bayerische Singer-/Songwriter Lick und seine Band „Blues Lick“ im Titelsong ihrer neuen CD „Frankensteins Jünger“ deutlich. Wer beim Refrain des Liedes genau hinhört, dem wird bald das brisante Thema klar, das sich hinter der Monster-Metapher versteckt: „Frankensteins Jünger forschen heit wieder, basteln an de Gene, verpflanzen Glieda. Zum Woi der Menschheit, dass ma gsund bleibm und lang leben – es soi aber scho wieda Monster gebn.“

Man darf also gespannt sein, was es noch in den folgenden zehn Songs auf der neuen Compact-Disc zu hören gibt. Lick, der mit gebürtigem Namen Helmut Licklederer heißt und in Ingolstadt lebt, gilt in der bayerischen Musikszene als einer der besten Songschreiber. Seine gepfefferten Satiren handeln gerne von Sonderlingen, Spinnern und Nerven-sägen. Wie etwa der Song vom „Drei Promille Karl“, der vom armen Säufer erzählt, mit dem keiner was zu tun haben will. Ein anderer, der „Kamikaze“ ist einer „der net sauft und raucht“, dafür ohne Hirn und Verstand aufs Gaspedal steigt. Dem „Geist des Blues“, einem falschen Schmarotzer, ist Lick auf den Leim gegangen. Auch an Selbstironie spart der Musiker nicht in seinem sprachlichen Karikaturen-Schatz.

Gute Texte sind die eine Seite des Musikers, die andere ist der gut gemachte Sound mit seiner Band „Blues Lick“. Dazu gehören der Gitarrist Matthias Inderst, der Schlagzeuger Raimund Liebhaber und der Bassist Klaus Jirges. Blues bleibt der rote Faden, dessen charakteristische Elemente auf der neuen CD „Frankensteins Jünger“ immer wieder auftauchen. Doch springt die Band mit ihrer Musik auch gerne in den Genres herum. So wird mal der Rhythm & Blues zum Rocksound, der Boogie gefolgt von einer langsamen Ballade und der echte schwermütige Delta-Blues zum kunstvollen Shuffle-Rhythmus. Die Musik geht ins Gefühl und erzeugt Bilder. Wer etwas genauer auf die Musik im Blues „My Babe She`s Gone achtet, der kann ein altes, farbiges Farmer-Ehepaar vor dem inneren Auge sehen, wie es auf ihrer Veranda sitzt. Er macht Musik, sie schaukelt im Stuhl. Die Kleidung ist alt und zerschlissen. Ihr Leben war hart, nur die Musik entschädigt für alles.

Andrea Weber

 

 

2008

Frankensteins Jünger
(Mundart Ageh, 64:34)

Blues Lick aus Ingolstadt machen Mundart-Blues. Chef Helmut Licklederer oder Lick, wie er sich nennt, und seine Mannen bieten eine Mischung aus Shuffles, Boogies und Americana-Musik mit "bayrischen Lyrics", wie das Infoblatt zur CD vermeldet. Thematisch hat man einiges zu sagen. Da geht es natürlich um enttäuschte Liebe und verlassene Männer sowie Frauen, aber auch um den Blues als solchen, Rauschmittel und typisch deutsche Themen wie der Angst vor Forschung und Entwicklung, aufgemacht in zwei Analogien in Form der Doktoren Frankenstein und Faust, die beide besungen werden. In einem Land, wo aus ethisch-ideologischen Gründen Penicillin heutzutage vermutlich keine Zulassung mehr bekäme, wird das sicherlich gut ankommen. Und in dem amüsanten Lied "Der Geist des Blues", in welchem ein fieser Geist der Volksmusik und des Schlagers den armen Musiker betrügt und nur auf seinen eigenen Vorteil schaut, so wie auch die Menschen, die immer dreister und schlechter würden, gibt es ordentlich einen mit der Moralklatsche. Solange die Welt immer und immer wieder so bewertet und besungen wird, braucht es uns um den deutschen Blues nicht bange zu sein. Und um die Linke auch nicht.

 (Thomas Ritter)

 

 

Blues Lick präsentiert neue CD

Donau Kurier, Karl Leitner

Ingolstadt (Donau Kurier) Nachdem sie die Songs der neuen CD „Frankensteins Jünger“ der Ingolstädter Band Blues Lick in der Neuen Welt gerade in der Live-Version genossen hatten, wollten viele Zuhörer die CD auch mit nach Hause nehmen. Das ist nicht immer so, wenn jemand einen Tonträger nach dem Konzert zum Kauf anbietet, aber dennoch nicht weiter verwunderlich, denn in diesem speziellen Fall ist nicht nur die Konserve eine mehr als gelungene Angelegenheit, sondern auch deren Bühnenfassung.

Helmut „Lick“ Licklederer führt auf seine unverwechselbare, humorvolle und gleichzeitig geistreiche Art durch das Programm, erzählt kleine Geschichten zu Songs wie „Route 66“ und „Der Geist des Blues“ und erläutert mit trockenem Witz, was es mit kompositorisch thematisierten Nervensägen wie dem „Kamikaze“, dem „Drei-Promille-Karl“ und der unverwüstlichen „Henriette“ auf sich hat.

Und stellt ganz nebenbei mit Matthias Inderst an der Gitarre, Raimund Liebhaber an den Drums und Klaus Jirges am Bass auch gleich noch eine der besten – wenn nicht die beste – Bluesband auf die Bühne, die man in der Region derzeit hören kann.

Die beiden Schlüsselsongs „Frankensteins Jünger“ und „Dr. Faust“ sind die originellsten im Programm, weil sie Texte transportieren, die im Blues völlig unüblich sind. Was im Hinblick auf ihren satirischen Gehalt natürlich auch für den Rest gilt, etwa für „Sie is ganga“, was man der besungenen Dame nach Abhören des Textes auch nicht verübeln kann, oder „My Babe She`s Gone“ worüber andererseits wiederum der Verlassene herzlich froh sein kann. Auf diese und ähnliche Weise unterläuft der Lick immer wieder die im Klischee verhaftete Erwartungshaltung des klassischen Blues-Publikums und benutzt diese Musikform für seine spezielle Art von Humor. Hier schimmert sein Zweitberuf als Liedermacher durch, bei dessen Texten man nie ganz sicher sein kann, wie viel Autobiografisches verwendet wurde.

                                                                                               Ingolstadt, Dez. 2007

 

 

„Frankensteins Jünger“: Neue CD von Blues Lick

 

Um Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen: Helmut „Lick“ Licklederer, der Singer/Songwriter und Bluessänger aus Ingolstadt, sieht seinen geliebten und als musikalisches Transportmittel bevorzugten Blues selbst ganz und gar nicht mit den Augen des Satirikers. Nein, die Musik an sich nimmt er ebenso ernst wie auch die Texte. Die freilich offenbaren sehr schnell, dass er vom inhaltlichen Ansatz sehr wohl Satiriker ist. Der „Lick“ kombiniert lediglich diese beiden Ausdrucksformen, wobei „lediglich“ schon wieder fast missverständlich wäre, tut dies doch außer dem „Lick“ bundesweit so ziemlich niemand und unter Verwendung der bayerischen Sprache schon gleich gar keiner.

Mit „Frankensteins Jünger“ liegt nun eine weitere CD von ihm vor, die erste, die über einen großen Vertrieb in der ganzen Republik zu haben ist. Das ist nicht nur logistisch ein großer Sprung für ihn, sondern zeigt auch die Reputation, die der „Lick“ mittlerweile genießt. Matthias Inderst (Gitarre), Klaus Jirges (Bass) und Raimund Liebhaber (Drums) sorgen für den für „Blues Lick“ typischen staubtrockenen, knackigen und am Rootsblues orientierten Sound, er selber an der Rhythmusgitarre und natürlich mit seiner unverkennbaren, rauen und ausdrucksstarken Stimme dafür, dass die Texte auch wirklich stilecht auf den Hörer herniedergehen.

Selbige haben es wahrlich in sich. Die Geschichte des „Drei-Promille-Karl“, die vom „Kamikaze“ und von der „Henriette“ – allesamt Porträts unglaublicher Nervensägen – wirken ebenso überzeugend wie die vom „Geist des Blues“, der eines Tages unversehens im Kämmerlein des Autors auftaucht und ihm zuerst einmal gleich das Bier wegsäuft. Bei „My Babe She`s Gone“ stellt sich schnell heraus, dass der Sänger darüber nicht betrübt, sondern im Gegenteil recht glücklich ist, und die Doppelmoral von „Überzeigte Gegner samma“ ist ein Tritt ans Schienbein heuchlerischen Gutmenschentums.

Hörer aus der Region dürften dem Titelstück und auch dem „Dr. Faust“ besonderes Interesse entgegenbringen, denn hier thematisiert der „Lick“ zwei Persönlichkeiten, die mit der Geschichte seiner Heimatstadt in enger Verbindung stehen – wobei aber auch hier am Ende die Sache eine völlig überraschende Wendung nimmt.

„Frankensteins Jünger“ – eine restlos überzeugende Angelegenheit, die zwei höchst unterschiedliche Komponenten der Sprache und der Musik zusammen bringt, und das auf eine Weise, als wäre das die natürlichste Sache der Welt und nicht eine in höchstem Maße originelle Idee.

                    Donau Kurier, Karl Leitner

 

Ingolstadt, Dez. 2007

 

 

Frankenstein`s Jünger und Dr. Faust im

Mississippi-Delta

 

Blues Lick-Duo in der Neuen Welt

 

Helmut Licklederer kennt man als Solisten unter dem Namen Lick oder als Chef von Blues-Lick, als Liedermacher mit akustischer Gitarre oder Vorsteher eines dem Roots-Blues verpflichteten Ensembles. Doch was er auch tut, er singt erstens immer bayerisch, schreibt zweitens durch die Bank vorzügliche, witzig-ironische bis kritische Texte und thematisiert drittens mit rauer Stimme in seinen Songs recht gerne die Umtriebe leicht schräger Sonderlinge, Nervensägen und sonstiger Chaoten. Beim Konzert in der Neuen Welt präsentiert er sein neues Programm diesmal im Duo mit dem Gitarristen Matthias Inderst, ein Arrangement, das sehr gut klappt, weil sich die beiden musikalisch ideal ergänzen. Weil Licklederer derzeit eine neue CD aufnimmt, existieren jede Menge neuer

Songs, die es natürlich auch aufzuführen gilt. Aus seinem Henriette-Zyklus gibt es den Louisiana-Schorsch, dem seine Gattin seine Leidenschaft für den Blues gründlich austreibt, noch origineller allerdings ist die Tatsache, dass mit Frankensteins Jünger und Dr. Faust sich gleich zwei sagenumwobene Figuren aus der Ingolstädter Geschichte mit dem Licklederer`schen Mississippi-Blues ganz prächtig arrangieren. Aber auch Charly Zocker, der Blues Paule und der verarbeitete Crossroads-Mythos in "Alle guten Geister" kommen sehr gut an beim Publikum. Sollten sie alle tatsächlich auf dem neuen Album Platz finden, darf man sich auf den Erscheinungstermin wirklich freuen.

 

 

Zurücklehnen, Zuhören und Nachdenken

   - Helmut Licklederer (Lick) und Blues-Lick begeisterten in der Neuen Welt -

Ingolstadt (DK) Ein Doppelkonzert für Freunde von bodenständigem Blues und ausdrucksstarkem Songwriting boten Lick und Blues-Lick im Rahmen der Ingolstädter Musikszene. Viele Fans und und solche, die es werden wollten, erlebten einen ganz besonderen Abend in der Neuen Welt.

   Helmut Licklederer ist ein Beobachter und Poet, der es versteht, einen in sein Wohnzimmer mitzunehmen sich gemütlich zum Zuhören und Nachdenken zurückzulehnen und genießen. Geschichten, die das Leben schrieb oder immer noch schreibt stehen im Zentrum seines musikalischen Schaffens. So lernt das Publikum unter anderem den Lousiana-Schorsch kennen, der immer wieder verschwindet, die Paula, dessen ehemalige Ehefrau und ihre Schwester Henriette, die irgendwo dazwischen steht.

   Lick hat sich vorwiegend dem bayerischen -Mundart-Blues verschrieben, kommt aber genauso mit hochdeutschen Texten authentisch `rüber. Poetisch und gesellschaftskritisch bringt er Themen wie die dahinsiechende, vom Menschen übermäßig strapazierte Umwelt oder die Gefahren der Genforschung in einer gelungenen Symbiose aus Text und Musik zum Ausdruck.

 Den Song "Bleib wo du bist" hat er schon vor Jahren geschrieben, es sei beängstigend, wie er ständig an Aktualität gewönne: Die Frage, ob man ein Kind auf diese gefährliche Welt holen soll, in der man sich selbst nicht schützen kann und in ständiger Angst lebt, rührt im tiefsten Inneren.

   Zusammen mit Matthias Inderst (Gitarre), Klaus Jirges (Bass) und Heinz Eichiner (Drums) bekommt der zweite Teil des Abends musikalisch noch mehr Drive Rhythm&Blues, Boogie und Shuffle nehmen den kürzesten -Weg von den Ohren über das Herz in die Beine.

Die Zuhörer lernen Kamikaze kenne, einen verrückten Autofahrer, Charly Zocker mit dem unstillbaren Spieltrieb kommt als erdiger Swing mit vollem Sound daher und der Drei-Promille-Karl strotzt nur so vor griffigen Melodien über einem satten Groove.

 Dackel Hirmer hat mit seinem unverwechsel-baren Akkordeonspiel die Band am Ende um eine Klangfarbe erweitert, Nummern wie "Sie is ganga" und "Route 66" rundeten das Programm ab. Zum Abschied gab es Neues von Henriette, gerade von Louisiana-Schorsch verlassen, und die Mitsing-Hymne "Überzeigte Gegner samma", die in jedem Fall Kult-Potential besitzt.

                            Donau Kurier: Sandra-Isabell Knobloch

 

Eichstätter Kurier, 30. 06. 04

Gitarren und "Gschichten aus dem Leben"

Es passte · fast · alles beim Bayernblues-Abend mit Lick und Matthias Inderst im Kotterhof-Stadel in Böhmfeld: das bodenständige Bruchsteinmauern- und Holzbalkenambiente, das lässige Daheim-Wohlfühl-Auftreten der Künstler und die urbayerische Sprache. Wer jedoch "hagelbuachene" Musik als Abrundung vermutete, war auf dem Holzweg. Was die beiden Ingolstädter Künstler ihren E-Gitarren entlockten, noch dazu ohne Notenblatt, sprengte alle Erwartungen des zahlreichen, fleißig applaudierenden Publikums. Von Biertischmonologen und Dampfplauderei meilenweit entfernt waren auch die Texte, die Lick, der Balladendichter und Liedermacher "mit Leib und Seel", Philosoph, Karikaturist, Lachmuskelmasseur, Wortakrobat, Humorist, Psychologe, Gesellschaftskritiker und Umweltpate in einer Person, zum allgemeinen Ergötzen, aber auch zum tiefen Nachdenken zum Besten gab: "Gschichten aus dem Leben", die tatsächlich passiert sind, die er "tief in der Nacht" aufgeschrieben hat und aus denen man allerhand lernen kann.

Unvergleichlich spaßig, aber auch wieder sehr ernst, manchmal mit einem Hauch von Wehmut und Ironie versetzt, präsentierte Lick unter anderem den "Gerichtsvollzieher", einen kurzen Abstecher in die Zeit seines jugendlichen Leichtsinns, den "Louisiana-Schorsch", einen Kollegen mit ungewollter Musikeraussteigerkarriere, und seine verflossene "Henriette". Mit "Frankensteins Jünger" machte der ausdrucksstarke Textdichter aufmerksam auf die Gratwanderung bei der Genforschung, bei "Von den Bergen überall bis tief ins Tal" lagen ihm Natur und Umwelt am Herzen, der "Mir-keiner-Schuld-bewusst-Blues" gab Einblicke in die Alltagsgewohnheiten eines Arbeitsscheuen, und beim Lied "Route 66" träumte er davon, einmal neben ganz Großen auf der Bühne zu stehen. Etwas verschämt, aber gleichzeitig stolz gab Lick zu, mit "Ich brauche Dich!" sein einziges Liebeslied gedichtet zu haben und es auch singen zu können. Am Pranger standen Alkohol und Drogen bei "Überzeugter Gegner", und mit "Charly Zocker" erzählte er die Leidensgeschichte eines Glücksspielabhängigen.

Und immer wieder trafen sich die Blicke des "Singer-Songwriter-Duos Lick & Matthias Inderst", wurden stille Zeichen des Einvernehmens ausgetauscht, brauchte einer den anderen · zumal beim fliegenden Gitarrenwechsel, beim Kampf mit dem Kabelsalat, beim missglückten Umstöpseln · und das alles gewollt oder ungewollt mehr oder minder zwerchfellerschütternd. Was Lick verbal ausdrückte, mal "boarisch", mal in exaktem Hochdeutsch für "Dialektunkundige", was eine seiner Gitarren begleitete und auch mal die Mundharmonika dazu, das verflocht der versierte Sologitarrist Matthias Inderst geschickt mit virtuoser Lautmalerei. Die Besucher vergaßen die vorgerückte Zeit und die Kühle im Stadel und erklatschten sich Zugaben.

Anneliese Siebendritt

Donau Kurier, 19. 09. 03

Gelungene Reminiszenen an die eigene musikalische Vergangenheit

"Da ist zunächst der `Lick`, der diesmal absichtlich viele alte Stücke für sein Singer-Songwriter-Programm ausgewählt hat, Stücke wie `Abschiedsbrief` oder `Bleib wo du bist`, die aber überhaupt nicht antiquiert klingen, weil der Sänger und Gitarrist anscheinend vor Jahren schon ein glückliches Händchen für zeitlose Themen hatte. Recht ernst und nachdenklich ist er diesmal, der `Lick`, singt von Versprechungen, die nicht eingehalten werden, von Gestrauchelten und Existenzen am Rand der Gesellschaft, von Alpträumen angesichts täglicher Horrormeldungen.

Das apokalyptische `Nur ein Traum` war einst ein klassischer Protestsong, der seine Aktualität freilich bis heute nicht verloren hat, `Katzengold` ist wunderschön doppelbödig angelegt und in "Erinnerung" wird der `Lick` gar philosophisch. Aber was er auch anpackt, ob Balladen, ob Sprachpoesie, ob Satire oder Gesellschaftskritik – mit seiner souveränen Bühnenpräsenz nimmt man ihm alles ab. Es gelingt ihm mit und vielleicht auch gerade wegen dieser Songauswahl ein sehr intensiver Auftritt, der wegen der Texte und deren Substanz auch beim Publikum seine Wirkung nicht verfehlt."

Karl Leitner

 

Donau Kurier, 26. 07. 01

Sonderlinge, Spinner und sonstige Nervensägen: Erstklassige "Blues-Lick" in der Neuen Welt

Ingolstadt (DK) Satter, bodenständiger Sound, eine erstklassig eingespielte Band, die zwei bestens harmonierenden Gitarren von Matthias Inderst und Helmut Licklederer, eine tighte Backline mit Klaus Jirges am Bass und Heinz Eichinger am Schlagzeug · Bluesherz, was willst du mehr!

Hemdsärmelig und trocken rackern sich die alten Szenehasen von "Blues-Lick" in der voll besetzten Neuen Welt durch ihre Boogies, Shuffles und straffen Rocknummern, und bei den langsamen Balladen ist die Intensität ihrer Musik genauso spürbar wie bei den schnellen Stücken. Ja, die Jungs von "Blues-Lick" gehören zur Spitze der hiesigen Blues- und auch der gesamten Ingolstädter Musikszene.

Tolle Musik fürwahr, aber das ist ja nicht alles. Denn das Markenzeichen der Band ist natürlich ihr Frontmann, der "Lick" eben, der über eine der markantesten, ausdrucksstärksten und auch rauesten Stimmen der Szene verfügt, und diese auch vortrefflich einzusetzen weiß. Er ist eine wahre Bühnenpersönlichkeit, der die Leute nicht nur als Musiker packt und in seinen Bann zieht, sondern auch als Geschichtenerzähler. Das geht bei den Ansagen schon los. Der "Lick" ist einer der wenigen in der Szene, der begriffen hat, dass Zwischentexte Atmosphäre schaffen, wenn man sich vorher überlegt, was man nachher scheinbar spontan sagt. Und wie von selbst werden bei ihm Ansagen zu eigenen kleinen Geschichten und zudem zu perfekt passenden Überleitungen und Verbindungen zwischen den einzelnen Songs.

Um Sonderlinge, Spinner und Nervensägen geht's häufig bei ihm, um den "Kamikaze" etwa, der am Steuer nur ein einziges mal bremst, nämlich dann, wenn er da ist, wo er hinwollte. Oder um den "Drei-Promille-Karl", immer voller hochtrabender Pläne, aber im entscheidenden Moment hackedicht. Ob der Macho-Prolo in "Sie is ganga" oder das arme Schwein in "Henriette", ob die Poesie von "Route 66" oder die Zeitkritik in "Frankensteins Jünger" · immer kommt die Botschaft auf den Punkt, weil hier nicht nur Inhalt, sondern auch Form stimmen.

Denn der "Lick" ist ja auch ein hoch talentierter Reimer, der weit über das Niveau hinausgeht, das man sonst im doch oft zu sehr von Hausfrauenlyrik dominierten bayerischen Idiom gewohnt ist. "Blues-Lick" · eine Band auf ihrem Höhepunkt. In Bälde wird sie eine neue CD auf den Markt bringen, anschließend will der Chef sich anderen Projekten zuwenden, sagt er. Wofür wir ihm, der ja auch noch Solo-Performer ist, natürlich viel Glück wünschen. Aber löse um Gottes willen nicht die "Blues-Lick"-Band auf! Es wäre jammerschade, und wir wollen sie schließlich noch in solch eindrucksvoller Form hören.

 

 

 

Donau Kurier

" Witzig und humorvoll führt er mit kleinen Geschichten

in seine Stücke ein und entwickelt sich zunehmend auch

zum souveränen Entertainer."

 

Festival der Liedermacher, Bayreuth

"Wer Lick kennt, der weiß sowieso, dass er zu den ganz Großen in seinem Bereich gehört. Wer ihn noch nicht kennt, der wird es wissen, wenn er ihn (hoffentlich) gehört hat".

 

Hilpoltsteiner Volkszeitung

ROTH - "Viel Stoff zum Nachdenken und eine lässig -

entspannte Atmosphäre, so präsentierte sich der zweite

Tag der diesjährigen Bluestage mit dem Ingolstädter

Liedermacher und Bayerischen Blueser Lick. Seine

bayerisch bluesigen Geschichten bieten viel Nachdenkens

wertes. Das Publikum sparte nicht mit anerkennendem

Applaus."

 

Pfaffenhofener Kurier

"Ganz Profi, absolvierten Lick und sein Begleiter an der Sologitarre, Matthias Inderst, einen einwand- freien Auftritt, den auch die Zuschauer mit viel Applaus quittierten. ... Kurz gesagt ist Licks Musik eine, die nur so von Leben - im positiven Sinne - strotzt."

 

Regensburg

Stadtmagazin

logo

CD "Sekt und wuide Weiber"

"...wer Blues mit bayerischen Texten mag, dem sei diese

Neuveröffentlichung voll und ganz zu empfehlen..."

 

sound check

 

Lick - CD: Morgen ist`s vielleicht 1 Tag zu spät

"...Lick ist einer der Liedermacher, die es immer wieder schaffen, ihr Publikum durch Souveränität am Instrument und gleichzeitiger Vielfalt in Aussage und Darbietung zu gewinnen. So reicht sein musikalisches Repertoire von Songs und Balladen bis zu Bluespickings und Slidegitarre...

...Die anspruchsvollen Gitarrenklänge, gekonnten Sounds mit geistreichen Texten vermischt, regen zum Nachdenken an und drücken Dinge des Lebens aus, die jeder schon erlebt hat, die aber kaum ein anderer in solche Worte packen kann..."

 

Nordbayerischer Kurier

"Ungewöhnliche Themen beschäftigen den Liedermacher,

Frankenstein verfolgt ihn, und auch mit seiner Meinung

über Alkoholexzesse hält er nicht hinter dem Berg. Sein

Dialekt und der unverwechselbare gesellschaftskritische

Stil seiner Lieder rechtfertigten ohne Zweifel sein Auftreten

im Kreis der Liedermacher."

 

NEUMARKT - "... `Bayerisch Unplugged` wandert Lick durch die Alltäglichkeit, bekommt den Blues, spielt den selbigen, beschreibt sein Umfeld so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist".

 

Hilpoltsteiner Kurier

ROTH - "Ganz egal, ob Lick von `Frankenstein`s Jünger`

sang, die an Genen herumbasteln und `Glieder verpflanzen`

oder fetzigen Boogie vom `Kamikaze-Fahrer` anstimmte, stets

verstand es der Ingolstädter Liedermacher, der ähnlich wie

Willy Michl konsequent im oberbayerischen Dialekt singt,

den `ganz normalen Wahnsinn` im Leben wiederzuspiegeln,

den die meisten täglich am eigenen Leib verspüren."

 

megazIN

 

Bayerisch gemütlich und südstaatlich groovend -. Ingolstadt`s Liedermacher Lick hat sich mit einer örtlichen `Supergroup` zu Blues-Lick vergrößert. Mit der Debüt-CD `Sekt und wuide Weiber` liefert die Band eine reife Leistung: Ein lockerer Shuffle hier, eine angerockte Blues-Spielerei da, alles relaxt und down to earth, ohne Gimmicks, aber mit Seele und Spaß."

 

Donau Kurier

"Der `Lick` hat einfach das Talent, Geschichten zu erzählen.

Und das ist wichtig, will man als Texter gerade im bayerischen

Idiom nicht aufgesetzt oder platt wirken. Viele der sprachlich

kompetent und geschickt konstruierten Texte bieten zwei

Verständnisebenen, nämlich die vordergründig handlungs-

bezogene und eine eher verdeckte, die die eigentliche Kern-

aussage beinhaltet. Wer so arbeitet, vermeidet den oft für

Außenstehende unverständlichen Seelenstriptease ebenso

wie Oberflächlichkeit."                                                lei

 

 

 

 

 

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